Deutschland ist ein Mangelland. Vor allem, wenn es um gut ausgebildete, junge Menschen geht, herrscht hierzulande bei Unternehmern und Wirtschaftsverbänden gleichermaßen bedrückte Stimmung. Doch nicht jeder lässt sich von der Schwarzmalerei anstecken. Schließlich ist des einen Leid des anderen Freud. Wer gerade von der Schule kommt, zum Bespiel, dem stehen die Türen offen.
Vor allem das Handwerk stöhnt, es gäbe viel zu wenig Azubis in ihren Reihen. Doch liegt es vielleicht auch daran, dass die Ausbildung zum Heizungsinstallateur beispielsweise mit zu wenig guten Argumenten angepriesen wird? Der Heizungsinstallateur rangiert in der Beliebtheitsskala der Ausbildungsberufe sehr weit unten, dabei sind gerade hier die Chancen auf eine gute Karriere besonders hoch. Als qualifizierter Heizungsinstallateur stehen einem jungen Menschen von Beginn an die Türen weit offen. Insbesondere große Firmen suchen händeringend nach Fachpersonal für den Dienstleistungssektor der Industriemontage.
Jung, fleißig und flexibel sucht...
Ein Blickin die Fachmagazine der Branche zeigt, wie Dienstleistungsunternehmen um die Gunst eines frisch gebackenen Heizungsinstallateur buhlen. Neben hoher, leistungsorientierter Bezahlung locken zahlreiche Extras wie Equipment und Firmenwagen. Doch selbstverständlich wird dem Heizungsinstallateur dabei auch einiges abverlangt. Gerade in der Industriemontage sind geregelte Arbeitszeiten eher die Seltenheit als die Regel. Schließlich finden die Arbeiten selten an einem festen Ort statt. Ein hohes Maß an Eigenständigkeit und viel Fachwissen, was zudem auch selbst in der Freizeit immer wieder aufgefrischt werden muss, sind für einen Heizungsinstallateur in der Montage eine Selbstverständlichkeit.
Wer jedoch alle positiven und negativen Seiten in Kauf nimmt, dem eröffnen sich berufliche Perspektiven, die anderen Handwerkern verschlossen bleiben.